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Modelleisenbahnen

Tolle Bahnen in ganz klein...

Zu den ersten Überlegungen bei Modelleisenbahnbau gehört die Frage, welche Prioritäten man setzen will.

Beim Personenverkehr ist beispielsweise eine lange Gleisstrecke erforderlich, damit die Züge auch in wirklichkeitsgetreuer Geschwindigkeit fahren können. Setzt man den Schwerpunkt auf Landschaftsgestaltung, steht die Darstellung räumlicher Distanz im Mittelpunkt.

Vor allem sollte man aber einen Maßstab ( z.B. HO, TT ...) und einen Streckenplan wählen, der dem zur Verfügung stehenden Platz gerecht wird. Auf einer Mindestarbeitsfläche von nur 30 mal 183 Zentimetern kann schon eine Bahn mit einem bestimmten Grundthema in Betrieb genommen werden - etwa eine kleine Industriebahn oder ein Eisenbahndepot.

Ein weiteres, häufig verwendetes System ist die Anlage in Sektionsbauweise: Sie ermöglicht es, eine große Bahnanlage im Zusammenhang zu planen, sie aber in kleinen, transportablen Sektionen von etwa 60 mal 120 Zentimetern zu bauen, die später miteinander verbunden werden können.

Wenn Sie mit einer größeren Anlage arbeiten möchten, gibt es zwei Möglichkeiten: Eine der Länge nach ausgerichtete Anlage oder eine Schleife.

Anlagenformen

Eine Spielanlage mit Märklin M-Gleis, Fertiggelände von Noch
Modellbahnanlage im Märklin-Museum, Göppingen, Spurweite H0, Detailansicht der Bahnhofsanlage

Für ausgestaltete Modellbahnanlagen haben sich drei typische Formen etabliert, die mitunter auch kombiniert werden:

  • Die einfachste und bekannteste besteht aus einer rechteckigen (Holz-)Platte, an deren Rand ein ein- oder mehrgleisiges Gleisoval entlangführt. Dabei definieren die Kurvenradien die nötige Breite der Platte und die Länge der Züge, die in den (meist geraden) Bahnhof passen sollen, die Länge der Platte. Da die Größe dieser Anlagen auffallend oft etwa 200 × 80cm beträgt, taucht dafür vereinzelt die Bezeichnung Türblattanlage auf. Die weitere Ausgestaltung (aus Platzgründen fast komplett im Inneren des Kreises) folgt dabei nicht selten einem einheitlichen, wenig vorbildgerechten, aber spieltauglichen Muster: vorne ein weiteres Bahnhofsgleis, dahinter das Empfangsgebäude eines Bahnhofs. An einer Seite ein Lokschuppen oder eine Drehscheibe, ein weiteres Gleis führt als Ladegleis einer Firma irgendwo in die Anlagenmitte. In einer oder beiden hinteren Ecken befindet sich ein Berg mit Tunnel; der Raum dazwischen ist mit Häusern oftmals nicht zusammenpassender Baustile gefüllt. Gerade die Tatsache, dass man immer die komplette Anlage im Blick hat, erschwert es, einen realistischen Eindruck zu bekommen.
  • Etwas seltener sind Anlagen, die in irgendeiner Form dem Wandverlauf im Raum folgen – also Anlagen in L-, U-, T-, E- oder noch komplexeren Formen. Dies ermöglicht oftmals selbst in verhältnismäßig engen Räumen auch die Unterbringung von Gegenden ohne Gebäude und – gerade in Wandecken – von sehr großen und dem Vorbild näheren Kurvenradien (eine realistische Kurve in H0 hätte einen Radius von mindestens 2m). Zudem kann der Bahnhof komplett mit Stellwerken, einem oder mehreren Güterschuppen und vor allem langen Nutzlängen ausgestaltet werden, die ein Bahnbetriebswerk überhaupt erst rechtfertigen. Auch die Unterbringung eines zweiten Bahnhofs an einem anderen Raumende, um so realistischen Pendelverkehr oder Warentransporte nachzubilden, ist möglich. Dieser kann oft auch als Kopfbahnhof ausgebildet sein, wenn der Platz keine Kehrschleife dahinter zulässt oder die dabei nötigen Rangierbewegungen als zusätzlicher Spielspaß angesehen werden. Auch sind bei dieser Anlagenform sogenannte Schattenbahnhöfe verbreitet – einfache Abstellgruppen unter oder neben (dann auch als Fiddle-Yard bezeichnet) der Anlage, die über „den Weg ins Weite“ erreicht werden können, und so beim Betrieb mit sehr vielen Zügen verdeckte Abstellmöglichkeiten bieten.
    Große Anlagen dieser Form sind oft in Segmente unterteilt, die voneinander getrennt werden können. Sie werden meist hintereinander erbaut, damit bereits Teile der Anlage befahren/bespielt werden können, ohne dass diese vollständig fertiggestellt sein muss. Auch bieten sie den Vorteil, zu Wartungs- oder anderen Arbeiten, bei denen man das Segment an im eingebauten Zustand schlecht erreichbaren Positionen bearbeiten muss (zum Beispiel Verkabeln an der Unterseite), herausnehmen zu können. Der Segmentbau vereint somit viele Vorteile von festem und Modulaufbau.
  • Als Königsdisziplin der Modellbahn gelten modulare Anlagen. Hierbei werden zunächst nur relativ kleine, thematisch zusammenpassende Gruppen gebaut, die mit genormten Endstücken versehen sind und so beliebig miteinander verbunden werden können. Da diese Arten von Anlagen problemlos auf- und abgebaut werden können, ist der Platz ein wesentlich kleineres Problem. Bei solchen Anlagen kommt es nicht selten vor, dass komplette Bahnhöfe nur leicht verkürzt gebaut werden – manchmal mit Nutzlängen von 10 m und mehr. Zudem muss man beim Bau eines Moduls nicht jedes Thema, das man irgendwann einmal bauen will, auf einer Platte umsetzen und vorbildwidrig verdichten – man baut es eben auf ein anderes, unabhängiges Modul. Einer der bekanntesten überregionalen Vereine, die sich dem Modulbau verschrieben haben, ist der FREMO.
  • Ouelle: Wikipedia


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